{"id":1099,"date":"2025-04-29T10:39:10","date_gmt":"2025-04-29T08:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/news.uni-goettingen.de\/ggg\/?p=1099"},"modified":"2025-05-06T09:27:39","modified_gmt":"2025-05-06T07:27:39","slug":"20-jahre-ggg-20-jahre-methodenwoche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.uni-goettingen.de\/ggg\/2025\/04\/29\/20-jahre-ggg-20-jahre-methodenwoche\/","title":{"rendered":"20 Jahre GGG \u2013 20 Jahre Methodenwoche"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u2026. ist es zu fassen?!<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten diesen feierlichen Anlass nutzen, um mit euch zur\u00fcck zu blicken auf die Anf\u00e4nge, Entwicklungen und Highlights innerhalb der letzten 20 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen war in Deutschland eine der ersten Universit\u00e4ten, die 2005 Graduiertenschulen gegr\u00fcndet hat. Dies war Ausdruck f\u00fcr den Willen, Promovierende besser zu begleiten und die bis dahin h\u00e4ufige Isolation w\u00e4hrend der Promotion durch mehr Struktur, Studienangebote und Kolloquien abzumildern. Zudem sollten Promovierende nicht mehr nur durch eine Person, sondern durch einen Promotionsausschuss begleitet werden, um mehr Perspektiven in die Promotion einzubringen und die Abh\u00e4ngigkeit von nur einer Person zu verringern. Die Einf\u00fchrung von Credits erh\u00f6hte zudem die internationale Vergleichbarkeit und Anschlussf\u00e4higkeit des Doktortitels.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>G\u00f6ttingen ging dabei von Anfang an einen besonderen Weg, indem nicht eine Graduiertenakademie als Minimalkonsens f\u00fcr alle, sondern drei Graduiertenschulen gegr\u00fcndet wurden, die jeweils mehrere Fakult\u00e4ten zusammenfassen. Das <strong>G\u00f6ttinger Modell der Interdisziplin\u00e4ren Graduiertenschulen<\/strong> (<a href=\"https:\/\/goettingen-campus.de\/de\/graduiertenschulen\">GIGS<\/a>) erm\u00f6glicht, spezifische Angebote nah an den Bedarfen und Promotionsbedingungen der jeweiligen F\u00e4cherkulturen zu gestalten und dabei interdisziplin\u00e4r als Gesamtmodell eng zusammen zu arbeiten. Jede der, inzwischen vier, Graduiertenschulen hat im Laufe der Jahre eigene L\u00f6sungen und Ma\u00dfnahmen gefunden \u2013 je nachdem was in ihrem jeweiligen Bereich n\u00f6tig und machbar war. Zugleich arbeiten die Graduiertenschulen eng zusammen, tauschen sich aus und verwirklichen auch gemeinsame Projekte wie interdisziplin\u00e4re Verb\u00fcnde, Mitarbeit in Arbeitsgruppen, Zusammenarbeit mit dem Pr\u00e4sidium und (wo passend) auch gemeinsame Schulungsangebote.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 20 Jahre seit Gr\u00fcndung der GGG sind wie im Flug vergangen und waren von zahlreichen Meilensteinen, Weiterentwicklungen und \u00c4nderungen gekennzeichnet. Von Anfang an war die <strong>Interdisziplin\u00e4re<\/strong> <strong>Methodenwoche<\/strong> ein Highlight im Programm der GGG, die trotz Corona jedes Jahr stattgefunden hat, so dass in diesem Jahr die 20. Methodenwoche vom 06. bis 09. Oktober 2025 gefeiert wird. Die wichtigsten Aufgaben der GGG waren stets die Qualifizierung, Vernetzung und F\u00f6rderung von Promovierenden. Kein Angebot passt f\u00fcr alle, aber es haben viele Promovierende und heutige Alumni von Kursen, Austausch, guten Kontakten, F\u00f6rderung und Ermutigung durch die GGG profitiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz vieler Kontinuit\u00e4ten war in den 20 Jahren kein Jahr wie das andere. <strong>Meilensteine<\/strong> waren u.a. 2008 die Einbindung der ersten hauptamtlichen Mitarbeiterin, die stete Erweiterung und Anpassung des Schulungsprogramms, der Aufbau und die fortlaufende Weiterentwicklung der Kontaktdatenbank und besondere Projekte wie das Stipendien- und Betreuungsprogramm des DAAD f\u00fcr Internationale Promovierende (2005-2022), die fr\u00fchzeitige Erstellung und Umsetzung des Diversit\u00e4tskonzeptes f\u00fcr die Begleitung von Promovierenden (2018), der leider kurzlebige Promotionsstudiengang \u201eBiodiversit\u00e4t und Gesellschaft\u201c (2010-2015), das erfolgreich verstetigte und auf den G\u00f6ttingen Campus erweiterte Netzwerk mit kleinen und mittleren Unternehmen (2008-2014), die Zusammenarbeit mit der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung f\u00fcr mehrere Promovierendenkonferenzen sowie ein Promotionskolleg (2013-2018), 14 weitere Promotionsverb\u00fcnde im Laufe der Zeit und viele kleine wie gro\u00dfe Kooperationen, u.a. zur Inklusion, zur St\u00e4rkung von Verbundprojekten und zur Einwerbung von Drittmitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Als es wissenschaftspolitischer Wille war, die Graduiertenschulen aufzubauen, konnte die GGG durch damals zahlreich vorhandene Drittmittel ihre Kompetenzen immer weiter aufbauen und diese durch bis zu sieben Mitarbeiter*innen plus Hilfskr\u00e4fte umsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie immer gab und gibt es dabei viele Auf und Abs, Diskussionen, Highlights, Rechtfertigungsk\u00e4mpfe und Neujustierungen. Neben dem Formalen sind auch viele <strong>Anekdoten<\/strong> entstanden. Insbesondere die Methodenwoche war f\u00fcr <strong>besondere Herausforderungen<\/strong> gut: Als die GGG mit einiger Versp\u00e4tung Ende 2008 in die Historische Sternwarte einzog, waren Geb\u00e4ude und Gel\u00e4nde noch immer Baustelle. Jeden Tag verliefen die erreichbaren Wege etwas anders, mal war ein Treppenhaus gesperrt, mal standen Handwerker in den Toiletten, mal wurden Kabel oder Blitzableiter montiert oder Schlagbohrmaschinen und Bagger bildeten die Begleitmusik zu Konferenzen\u2026. Ein pers\u00f6nlicher Alptraum war, als die Methodenwoche bestens vorbereitet starten sollte, aber wir Montag fr\u00fch vor frisch aufgerissenen Gr\u00e4ben standen, die sich zwischen der Einfahrt und dem Tagungszentrum aufgetan hatten. Niemand hatte den Baggerprofis gesagt, dass hier Menschen arbeiten und dass die Methodenwoche mit damals \u00fcber 70 Teilnehmenden stattfinden sollte! Ein paar improvisierte Planken \u00fcber den Gr\u00e4ben erm\u00f6glichten dann immerhin den Zugang. Aber es ist nur unseren grandiosen Hausmeistern zu verdanken, dass beim Empfang am Dienstagabend im Dunkeln niemand in die Gr\u00e4ben fiel, weil die Superhelden flugs noch Lampen und breitere Planken montiert hatten. Das w\u00e4re was gewesen, wenn Pr\u00e4sident, Gastreferent*innen, Team oder Promovierende im Abgrund verschwunden w\u00e4ren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wir h\u00e4tten solche Geschichten in den 20 Jahren mitschreiben sollen: von 20 Gl\u00e4sern mit Roter Gr\u00fctze, die kurz vor Mitternacht beim Aufr\u00e4umen der Methodenwoche auf die historischen Holzdielen gekracht sind, Pizzapicknick am Boden als noch die St\u00fchle fehlten, Rettungswageneinsatz nach Fingerbruch und anschlie\u00dfendem Kreislaufkollaps einer Teilnehmerin, grandiose Versprecher von Pr\u00e4sident*innen bei der Herausforderung, die Namensk\u00fcrzel der Graduiertenschulen auseinanderzuhalten, der Preis des Stiftungsrates f\u00fcr die vorbildliche Verbindung von Wissenschaft und \u00d6ffentlichkeit, \u2026.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt viele Gr\u00fcnde, das 20j\u00e4hrige Bestehen der GGG zu feiern<\/strong>: es wurde viel erreicht, viele Hindernisse \u00fcberwunden und es kann vieles noch und immer wieder besser gemacht werden. Daher feiern wir u.a. im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Methodenwoche, die ebenfalls die 20. ist. Es wird ein erweitertes Rahmenprogramm, Alumni-Power und Geburtstagskuchen geben. Zum Einstieg wird der Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung, Prof. Dr. Bernhard Br\u00fcmmer, die G\u00e4ste und Teilnehmenden begr\u00fc\u00dfen. Als besonderes Highlight freuen wir uns auf den Impuls von Prof. Dr. Christine Langenfeld, Richterin am Bundesverfassungsgericht, die Mitglied im Vorstand der GGG und schlie\u00dflich auch deren Sprecherin war.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt also spannend und wir freuen uns auf weitere Begegnungen, Entwicklungen, Anekdoten und gemeinsam zu findende Verbesserungen \u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Fragen, Gl\u00fcckw\u00fcnsche und Anregungen stehen der <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/40756.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vorstand<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/de\/team+in++der+gesch%c3%a4ftsstelle+der+ggg\/68827.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Team<\/a> der GGG gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Bettina Ro\u00df<\/p>\n\n\n\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der GGG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026. ist es zu fassen?!<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten diesen feierlichen Anlass nutzen, um mit euch zur\u00fcck zu blicken auf die Anf\u00e4nge, Entwicklungen und Highlights innerhalb der letzten 20 Jahre.<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen war in Deutschland eine der ersten Universit\u00e4ten, die 2005 Graduiertenschulen gegr\u00fcndet hat. 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