Themenschwerpunkt Compliance: Steuern und Tax Compliance (in German)

Steuern und Tax Compliance sind für die Universität von großer Bedeutung, da nahezu alle Bereiche des Hochschulalltags mit steuerlichen Fragestellungen in Berührung kommen können, bei denen eine frühzeitige steuerliche Prüfung dazu beiträgt, Risiken zu vermeiden und rechtssicher zu handeln.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Universität mit ihren Leistungen in Konkurrenz zu anderen Unternehmen tritt. Wesentlich ist die Abgrenzung des hoheitlichen Bereichs von einem Betrieb gewerblicher Art (BgA). Darüber hinaus sind sämtliche grenzüberschreitenden Sachverhalte aller Art sowie die steuerliche Beurteilung von Kooperationsvereinbarungen von maßgeblicher Bedeutung.

Mit der Einführung und Anwendung des § 2b UStG erfolgte eine konträre Behandlung der Universität im Rahmen der Umsatzsteuer. Während die Universität aus umsatzsteuerlicher Sicht im Grundsatz zuvor nicht als Unternehmer eingestuft wurde, ist seit Anwendung des § 2b UStG bei vielen Sachverhalten eine Unternehmereigenschaft und damit die Steuerbarkeit gegeben. Bei der Erstellung von Ausgangsrechnungen sind zudem die umsatzsteuerlichen Anforderungen und insbesondere die Voraussetzungen für die Anwendung von Steuerbefreiungsvorschriften zu beachten.

Eine zentrale Säule der Tax Compliance ist dabei die nachvollziehbare Dokumentation steuerlich relevanter Sachverhalte und Entscheidungen. Sie stellt sicher, dass die steuerliche Beurteilung und die zugrunde liegenden Entscheidungsgrundlagen auch zu einem späteren Zeitpunkt nachvollzogen werden können, und schafft damit Transparenz und Rechtssicherheit. Tax Compliance bedeutet dabei nicht, dass Beschäftigte sämtliche steuerlichen Fragestellungen selbst beurteilen müssen. Vielmehr geht es darum, steuerlich relevante Sachverhalte frühzeitig zu erkennen, die wesentlichen Informationen und Entscheidungsgrundlagen festzuhalten und bei Unsicherheiten die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner einzubeziehen.

Die zentrale Botschaft an alle Beschäftigten sollte daher sein: Steuern sind eine gemeinsame Verantwortung – und Fragen sollten frühzeitig gestellt und steuerliche Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert werden, bevor aus einer Unsicherheit ein steuerliches Problem entsteht. Compliance schafft dabei Sicherheit und unterstützt die Universität, ihre Aufgaben verantwortungsvoll, rechtssicher und transparent wahrzunehmen.

Für steuerliche Fragen steht der Bereich Steuern unter der Leitung von Katharina Reichler als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützt die Beschäftigten gerne bei der steuerlichen Einordnung sowie bei der Dokumentation und Klärung von Sachverhalten.