Noch bis 17. Juli 2026: Ausstellung „Seeing things their way – Carsten Niebuhr und die ,Arabische Reise‘“ / Until 17 July 2026: Exhibition „Seeing things their way – Carsten Niebuhr and the ,Arabische Reise‘“

Der Göttinger Mathematiker und Kartograf Carsten Niebuhr brach Anfang 1761 mit einer Expedition nach Arabien auf. Sein Reisebericht gilt als Inbegriff der Göttinger Aufklärung. Moderne Reproduktionen seiner Kupferstiche und Radierungen sind noch bis zum 17. Juli 2026 in der ImFlurGalerie des Göttinger Verlags der Kunst zu sehen.
Der Göttinger Orientalist Johann David Michaelis entwickelte die Idee einer wissenschaftlichen Expedition nach Arabien, um die biblischen Ursprünge des Christentums zu erforschen. Dahinter stand die Überzeugung, dort eine seit der Antike nahezu unveränderte Welt vorzufinden. Er gab den acht Mitgliedern der Expedition einen ausführlichen Fragenkatalog mit.
Während der siebenjährigen Reise merkte Niebuhr schnell, dass Michaelis‘ Annahme nicht stimmte. Vielmehr nahm er die Veränderungen seit der Antike wahr und dokumentierte diese. Als einziger Überlebender dieser Reise veröffentlichte er seine Erlebnisse und Erkenntnisse in drei reich illustrierten Bänden. In diesen Beschreibungen verbindet er seine eigenen Reiseerfahrungen von Leben und Tod mit seinen Begegnungen und Gesprächen mit Menschen, deren Gebräuchen und Lebensweise.
Der Historiker Dr. Brian Kjaer Olesen forscht mit einem EU-Stipendium am Moritz-Stern-Institut unserer Universität. Für seine Ausstellung „Seeing things their way – Carsten Niebuhr und die ,Arabische Reise‘“ hat er 30 Kupferstiche und Radierungen Niebuhrs ausgewählt. Die vergrößerten und mit modernen digitalen Techniken erstellten Reproduktionen eröffnen eine neue Sicht auf die Kunst der Orientreisen. Die ImFlurGalerie, Geiststraße 11, ist donnerstags bis sonnabends geöffnet.
Weitere Infos auf der Internetseite des Moritz-Stern-Instituts gibt es hier.
Informationen des Göttinger Verlags der Kunst gibt es hier.
As a member of an expedition, the Göttingen mathematician and cartographer Carsten Niebuhr set off for Arabia in early 1761. His account of this journey is regarded as the epitome of the Göttingen Enlightenment. The exhibition “Seeing things their way – Carsten Niebuhr and the ‘Arabian Journey”’ features modern reproductions of his copperplate engravings and etchings of this journey. It runs until 17 July 2026 at the ImFlurGalerie of Göttinger Verlag der Kunst.
During his seven-year journey, Niebuhr observed landscapes, nature and lifestyle and documented them. As sole survivor of this journey he published his experiences and findings in three richly illustrated volumes. The historian Dr Brian Kjaer Olesen is a current member of the Moritz Stern Institute at our university with an EU research grant. For his exhibition he selected 30 of Niebuhr’s illustrations. The enlarged reproductions, created using modern digital techniques, offer a new perspective on the art of Oriental travel. The ImFlurGalerie, Geiststraße 11, is open Thursday to Saturday. The descriptions in the exhibition are in German only.
Further information on the Moritz Stern Institute’s website can be found here.
Information from Göttinger Verlag der Kunst is available here.